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Kinderportfolios

Zur pädagogischen Arbeit bei KiMi gehören unter anderem Kinderportfolios, die die Erziehenden für jedes Kind anlegen. Es ist eine Methode der Entwicklungsdokumentation, in dem die erworbenen Kompetenzen eines Kindes schriftlich und visuell durch die Betreuungspersonen kontinuierlich festgehalten werden. Die Portfolioarbeit ist auf ein ganzheitliches Beobachtungskonzept ausgelegt, dass die wertschätzende Beobachtung des Kindes zum Ziel hat.

Pinnen

Das regelmässige und systematische Beobachten, Reflektieren und Dokumentieren der Bildungs- und Entwicklungsprozesse von Kindern gehört zu den Kernaufgaben von Erziehenden.

Orientierungsrahmen für Frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung in der Schweiz, 2016

Bei der Portfolioarbeit steht das Kind im Mittelpunkt. Zentrales Thema der Dokumentation sind die Kompetenzen, die das Kind erreicht hat. Das Kind kann so auf seine eigene Lebensgeschichte und seinen Lernprozess blicken und wird später daran erinnert, was es bereits alles erlernt hat und was ihm schon gut gelingt. Es wird damit in seiner weiteren Lernentwicklung bestärkt, für neue Lernschritte ermuntert und kann ein positives Selbstbild aufbauen.

Erinnerungsarbeit

Neben spezifischen Blättern, die von Situationen der eigenen frühen Kindheit erzählen, enthält das Portfolio Dokumentationen von gerade bewältigten Entwicklungsschritten. Diese halten Kompetenzen fest, deren Erreichung dem Kind etwas bedeutet hat und lassen erkenne, auf welche individuelle Art es diesen Schritt geschafft hat. Die Dokumentation ist auch Grundlage für die Entwicklungsgespräche mit den Eltern.

Inhalt

Ob in einem Ordner, in einer selbstgestalteten Mappe oder in digitaler Form: Im Portfolio werden ausgewählte Fotos der Familie und aus dem Krippenalltag, Kunstwerke und Bastelarbeiten, Erinnerungen und Lerngeschichten des Kindes gesammelt. Alle Dokumente haben einen individuellen Bezug, die Aussagen zu Bildungs- und Entwicklungsprozessen eines Kindes machen und chronologisch geordnet sind.
Als Besitzer/-in der Sammlung muss das Portfolio für die Kinder gut erreichbar aufbewahrt werden. Die Kinder entschieden selbst, wer sich das Portfolio ansehen darf. Meistens werden die Inhalte aber gerne gezeigt, da die Kinder sehr stolz auf ihre bisher erlernten Fähigkeiten sind.

Kinderportfolios in Kindertagesstätten machen aus vielerlei Hinsicht Sinn. Sie unterstützt die Erziehenden, jedes Kind wahrzunehmen und motiviert Kinder weitere Entwicklungsschritte anzugehen.

Einblick geben

Dank eines gut geführten Portfolios erhalten die Betreuungspersonen einen vielseitigen Einblick in die Individualität jedes Kindes. Sie können den Kontakt zum Kind schneller aufbauen und gewinnen einen Überblick über die vorhandenen Kompetenzen.

Hinsehen trainieren

Die Portfolioarbeit verpflichtet die Besonderheiten jedes Kindes wahrzunehmen und zu dokumentieren. Somit hilft das Portfolio, das genau Hinsehen zu trainieren und jedes Kind besser kennenzulernen.

Beitrag leisten

Die Portfolioarbeit trägt dazu bei, die Erfolge der eigenen Arbeit sichtbar zu machen und zeigen den Anteil der Betreuungspersonen an der glücklichen Entwicklung des Kindes auf.

Langfristige Lernprozesse

Portfolios machen den langfristigen pädagogischen Erfolg in Bezug auf die Entwicklung der Kinder sichtbar und widerspiegeln somit die pädagogische Arbeit des Krippen-Teams. Gute Portfolioarbeit verändert den Blick der Eltern auf die Betreuungspersonen.

Lebensgeschichte dokumentieren

Das Verständnis, dass man sich verändert und Dinge lernt, trägt zu der individuellen Lebens- und Lerngeschichte des Kindes bei und motiviert, weitere Entwicklungsschritte anzugehen.

Das Kind erhält beim Austritt aus der Kindertagesstätte den Inhalt des Portfolios in einer Mappe als Abschiedsgeschenk und kann sich später freudig an frühere Erlebnisse erinnern. Kinder lieben es auch noch Jahre später ihre Lebensgeschichte in der Kita und ihre Fortschritte anzuschauen.

KiMi wünscht viel Freude beim Entdecken und Experimentieren.
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