6 Monate Indianerdorf – KIMI in Wipkingen

Willkommen in Kukunniwi! Im vergangenen halben Jahr verwandelte sich die KIMI Kinderkrippe Central mitten in der Stadt Zürich in ein echtes Indianerdorf. „Mit dem Thema Indianer konnten wir den Kindern auf spielerische Weise eine fremde Kultur vermitteln und sie immer von Neuem mit einem abwechslungsreichen Tagesprogramm überraschen“, erklärt Betriebsleiterin Sévérine Ruf. Im grossen Garten wurde ein Tipi aufgestellt, ein Marterpfahl dekoriert und jedes Kind bekam einen echten Indianernamen.

Von Traumfängern und Bogenschützen

Jede Woche stand unter einem speziellen Thema. In der einen Woche bastelten der Tanzende Stern und die Fliegende Wolke zusammen schönen Indianerschmuck oder Traumfänger und in der Woche darauf wurden verschiedene Waffen gebastelt und gelernt, wie man mit Pfeil und Bogen jagen kann.

„Ein Highlight war immer, wenn wir draussen zusammen kochen konnten“, erzählt Sévérine Ruf. Dank des schönen Wetters war dies sehr oft möglich und die Kinder rührten mit Elan im Kochtopf über dem offenen Feuer und zwirbelten das Schlangenbrot um die Stecken. Bei den Schleckmäulern kamen zudem die lustigen Indianerköpfe besonders gut an.

Und auch der Ideenreichtum der Kinder wurde beim Thema Essen angekurbelt. Wie bringt man die Melone bloss auf, wenn es kein scharfes Messer gibt? Der Boden richtets! Einfach ein paar Mal kräftig fallen lassen und zack, geschafft!

Gesucht: Minitou

Bei den täglichen Abenteuern wurden die Kinder stets von Minitou, einer kleinen Puppe, welche die Gruppenleiterin Marlise gestrickt hatte, begleitet. Doch eines Tages war Minitou spurlos verschwunden, so dass Vermisst-Meldungen wie im Wilden Westen aufgehängt werden mussten. Die Kinder aller Gruppen vermissten und suchten Minitou gleichermassen. Nach wenigen Tagen tauchte der kleine Indianer zum Glück wohl behütet zwischen anderen Spielsachen wieder auf, was mit fröhlichen Indianerrufen gefeiert wurde.

Aber nicht nur die Suche nach Minitou lief gruppenübergreifend. „Es war toll, dass wir die Gruppen bei vielen Aktivitäten mischen konnten“, erzählt die Betriebsleiterin. Das Thema Indianer habe die Kinder so gut verbunden, dass auch schüchterne Kinder ohne Hemmung auf neue Kinder zugegangen seien. „Die Kinder haben so neue Gspändli kennengelernt – auch wenn sich manche die Indianernamen besser merken konnten als die echten.“