Einzug in ein neues Zuhause

"Piip piip piip" tönt es. Ein reges Durcheinander herrscht, denn auf der Gruppe Zitrone sind heute acht kleine Bibeli eingezogen. Winzig klein und super flauschig - die Freude bei den Kindern ist riesig.

In den ersten Tagen ist es kaum möglich, die Kinder von dem Gehege weg zu bringen, zu spannend und interessant ist unser neuer Zuwachs. Ausserdem empfangen wir sehr viel Besuch - gross und klein sind hierhergekommen, um die Bibelis zu sehen und zu streicheln. Während der nächsten Wochen schauen die Kinder tagtäglich nach deren Wohl, schenken ihnen liebevolle Streicheleinheiten und geniessen ihre neuen, tierischen Freunde.

Man kann wortwörtlich zu sehen wie sich die Winzlinge in immer ausgeprägtere Hühner verwandeln. Erst die Flügel, dann die Füsse und schliesslich auch der Kamm. Es wird also Zeit, ihnen ein grösseres Zuhause auf Zeit zu errichten. Ein neues Gehege muss her, welches von den BetreuerInnen sehr verantwortungsbewusst nach diversen Kriterien ausgesucht wird. Nun wird es zudem immer schwieriger, die kleinen Hühner einzufangen, sie sind flink und durch ihre nun brauchbaren Federn sehr schnell. Ihr wunderschönes Federkleid bietet natürlich auch den Vorteil, dass sie sogar nach draussen in unseren KIMI Garten dürfen, um etwas frisches Gras und Regenwürmer zu fressen (auf welche sie übrigens enorm abfahren :)!). Für die Kinder sind die tägliche Arbeit und der Umgang mit den Tieren sehr wertvoll, sie lernen sichtlich an Empathie und gewinnen an Vertrauen.

Nach sechs Wochen wird es leider Zeit, die Bibeli in ein noch grösseres Zuhause abzugeben, in welchem sie von Freilandhaltung und liebevoller Zuwendung profitieren dürfen. Wir schauen dem Abschied also mit einem lachenden und einem weinenden Auge entgegen. Wir sind traurig, dass wir unsere liebgewonnenen Haustiere nun nicht mehr bei uns haben können, freuen uns aber gleichzeitig einen vertrauensvollen Halter gefunden zu haben, wo die Hühner ein glückliches Leben führen dürfen. Eine sehr lehrreiche und schöne Erfahrung für die Kinder und die BetreuerInnen, welche niemand missen möchte, neigt sich nun zu Ende.